Schon vor dem Gottesdienst wurde unser Konfirmand vom Apostel und den Amtsträgern in der Sakristei herzlich empfangen. Mit seiner Unterschrift bekräftigte er, mündiges Mitglied der Neuapostolischen Kirche zu werden. Anschließend stellte ihn der Vorsteher Priester Ronald Klar, allen in der Kirche Versammelten vor.
Das Bibelwort aus Johannes 16, 28: „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater“, war Predigtgrundlage für den Himmelfahrtsgottesdienst. Nachdem der Apostel den Konfirmanden, seine Eltern, die Gäste und alle Anwesenden herzlich willkommen geheißen hatte, folgte eine Bibellesung durch Diakon L. Teitzel.
Der Apostel führte aus, dass das vorgelesene Bibelwort als eine Art verkürzter Lebenslauf Jesu betrachtet werden kann. Jesus bekannte, woher er kam, verkündete und lebte den Willen Gottes und erklärte, wohin er gehen werde. Ein Mann habe einmal am Ende seines Lebens gesagt: „Ich bin gekommen und weiß nicht woher, habe gelebt und weiß nicht warum und gehe wieder und weiß nicht wohin.“ Wir können unser Leben an das von Jesus angleichen. Auch wir sind berufen, in der Welt zu dienen, uns zu Jesus zu bekennen und unser Leben auf die Wiederkunft Christi auszurichten.
Nachdem die Gemeinde zwei Strophen aus dem Lied „Seliges Wissen, Jesus ist mein“ gesungen hatte, las der Apostel das diesjährige Konfirmationswort aus der Bibel vor. Der Stammapostel widmete es allen Konfirmanden im Jahr 2026: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel“ (Matthäus 10,32). Auch im gesungenen Lied heißt es: „Lasst mich’s erzählen, Jesus zur Ehr“, was dazu ermutigt, sich öffentlich zu Jesus zu bekennen.
Die jungen Christen haben sich in Vorbereitung auf die Konfirmation auch Wissen angeeignet, mussten dafür aber keine Prüfung ablegen. Es geht vielmehr darum, dieses Wissen „Jesus ist mein“ im täglichen Leben anzuwenden und die eigene Entscheidungsfreiheit zu nutzen, um sich immer wieder Jesus zuzuwenden. Christus verspricht nicht, dass im weiteren Leben des Konfirmanden keine Probleme oder Sorgen auftreten werden, doch er wird ihnen beistehen. Im Leben gelte es, Prioritäten zu setzen. Das Streben nach dem Reich Gottes bedeutet nicht, auf persönliche Freuden vollständig verzichten zu müssen. Auch die Gemeinde wurde aufgerufen, den Konfirmanden zu unterstützen, ihn bedingungslos anzunehmen und ihre Liebe zu zeigen. Der Widersacher Gottes wird nichts unversucht lassen, den Konfirmanden von seinem Gelübde, dem Teufel zu entsagen, abzubringen. In seinem Predigtbeitrag bekundete Priester Klar seine Freude darüber, dass wir den Gottesdienst gemeinsam mit dem Konfirmanden erleben können. Er wies darauf hin, dass Jesus auch in Zukunft Freund und Wegbegleiter sein werde. Der vorangegangene Konfirmandenunterricht stand unter dem Titel „Auch ich will“. Dem Jugendlichen möge es gelingen, sein im Gelübde ausgedrücktes Wollen in die Tat umzusetzen.
Nach dem „Unser Vater“ und der Freisprache von Sünden wurde der Grußbrief des Stammapostels von B. Dexel verlesen und Vincent trat vor den Altar. In seiner Ansprache ermutigte der Apostel den Konfirmanden, dem Herrn treu zu sein und sich zu ihm zu bekennen. Seine Eltern, die ihm schon so viel Gutes getan und in ihn hineingelegt haben, werden ihm auch weiter zur Seite stehen. Nach dem Gelübde empfing Vincent den Segen zur Konfirmation.
Anschließend feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Nach dem Gottesdienst hatten alle die Möglichkeit, dem Konfirmanden ihre Glück- und Segenswünsche zu überbringen.
Neuapostolische Kirche