Heilige Wassertaufe und Hochzeitsjubiläum in Falkenberg/Elster

In der Passionszeit, am Sonntag, dem 8. März 2026, feierte die Gemeinde Falkenberg/Elster gemeinsam mit der Gemeinde Bad Liebenwerda einen besonderen Gottesdienst unter der Leitung des Bezirksvorstehers. Dabei wurde einem Kleinkind das Sakrament der Heiligen Wassertaufe gespendet und Geschwister Granzow erhielten den Segen zu ihrer Goldhochzeit.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Matthäus 17,5 zugrunde: „Als er noch so redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“

Priester Mirko Kramer nahm zuerst Bezug auf das verklungene Chorlied „Meine Zeit steht in deinen Händen“ und betonte, dass das goldene Paar in den vergangenen Jahren Zeit füreinander, für ihre Familie und ihren Glauben investiert hat.

Gott hat immer Zeit für uns und wir möchten uns Zeit nehmen, sein Wort zu hören. Er wendet sich jedem Einzelnen ganz individuell zu, entsprechend seinen Bedürfnissen. So ging er auch ganz gezielt mit Petrus, Johannes und Jakobus auf einen Berg, um ihnen einen besonderen Blick auf das Große und Ganze zu geben, was sie in der Verklärung Christi erlebten. Auch wir sind eingeladen, über das Hier und Jetzt hinauszusehen und den größeren Plan Gottes zu erkennen.

Um den Blick auf das Große und Ganze zu verdeutlichen, zog Priester Kramer einen Vergleich. Drei Maurer sollen jeweils ein Fenster einsetzen. Der Erste sieht nur das einzelne Fenster, was ihn wenig demotiviert. Der Zweite sieht die gesamte Fassadenfront und fühlt sich dadurch motivierter. Der dritte Maurer weiß, dass er Teil des Baus einer großen Kathedrale ist, was ihn sehr motiviert. Dieser Vergleich zeigt, wie wichtig es ist, das große Ziel im Blick zu haben, auch wenn man nur an kleinen Details arbeitet.

Nach der Predigtzugabe durch den Vorsteher beschrieb Priester Kramer in seiner Ansprache zur Taufhandlung die heilige Wassertaufe als ein göttliches Bürgerrecht, das in eine besondere Beziehung zu Gott führt. Es ist kein System von Rechten und Pflichten. Wie eine Botschaft im Ausland bietet Gott durch seine Apostel Hilfe an. Der Wunsch sei es, dass der Täufling ein Leben mit Gott führt und ihn als aktiven Teil seines Lebens spürt, nicht nur in Notzeiten.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls traten die Eheleute Christel und Siegfried Granzow (Priester i.R.) vor den Altar, um den Segen zu ihrem Hochzeitsjubiläum zu empfangen. Die Segenshandlung wurde mit dem Wunschlied „Jesus, bleib in meinem Leben“ eingeleitet. Priester Kramer betonte, dass das vorgetragene Lied davon spricht, dass Jesus uns gute Menschen anvertraut hat, was auch auf das Ehepaar zutrifft. Sie haben ihre Familie, die Gemeinde und die Menschen in ihrem Umfeld liebevoll unterstützt und begleitet. Er würdigte ihre langjährige Arbeit in der Gemeinde, sei es im Priesteramt, als Religionslehrer oder im Chor. Ihr Beispiel von Bescheidenheit und Dienst an anderen sei ein Vorbild für viele. Dem goldenen Paar gab er das Bibelwort aus Psalm 1, Vers 3 mit auf den Weg: „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.“ Danach spendete er dem Jubelpaar den Segen zu ihrem Ehejubiläum.