Im Zeichen von Lob und Dank: gemeinsamer Gottesdienst zum Jahresende

Apostel Jens Korbien besuchte zum Jahresabschluss 2025 die Gemeinde Bad Liebenwerda und nahm eine Ruhesetzung vor.

Am Sonntag, den 28. Dezember 2025, erlebten die Geschwister der Gemeinde Bad Liebenwerda, gemeinsam mit der geladenen Gemeinde Falkenberg/Elster, eine besondere Feststunde. Grundlage der Predigt war das Bibelwort aus Psalm 103,2: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen von Dankbarkeit und Lob. Der Chor aus beiden Gemeinden brachte diese Botschaft mit seinem gemeinsamen Gesang besonders zum Ausdruck.

Apostel Korbien blickte zunächst auf ein Jahr mit vielen Veränderungen im Gemeindeleben zurück: Anfang Februar wurde in Bad Liebenwerda eine Priesterin ordiniert. Ende Februar ging der Vorsteher der Gemeinde Falkenberg/Elster in den Ruhestand. Seitdem werden die beiden Gemeinden gemeinsam betreut. Im Herbst wurde ein neuer Bezirksvorsteher beauftragt. Neben diesen Veränderungen gab es auch Abschiede von Gemeindemitgliedern, die in die Ewigkeit gegangen sind. Trotz Trauer wurde Trost darin gefunden, dass die Gemeinde als Gemeinschaft im Diesseits und Jenseits weiterbesteht. Über das Jahr hinweg konnten Gottesdienste erlebt werden, in denen Kraft, Trost und Hilfe geschenkt wurde, betonte der Apostel.

Ein Blick auf das Jahresmotto „Es ist Zeit, Gutes zu tun“ macht deutlich, dass in den Gemeinden viel Gutes gewirkt wurde. Dabei gehe es nicht darum, die eigenen Leistungen hervorzuheben, sondern zu erkennen, was Gott selbst Gutes gewirkt hat. Auch Leid, Krankheit und Verlust stellen Gottes Liebe nicht infrage. Den größten Beweis seiner Liebe gab er, als er in Jesus Christus Mensch geworden ist, Heil erworben und den Weg zum ewigen Leben für uns eröffnet hat.

Apostel Korbien lud dazu ein, ein persönliches „Jahrbuch der Güte Gottes“ zu führen.
So könne man sich immer wieder bewusst machen, was Gott Großes getan hat, auch wenn manches für uns unverständlich bleibt. Er dankte allen, die im Gebet, im Dienst oder im stillen Helfen zum Guten beigetragen haben. Der Apostel gab den Impuls, die letzten Tage des Jahres zu nutzen, um Versäumtes nachzuholen und weiterhin Gutes zu tun.

In seinem letzten Predigtbeitrag als aktiver Amtsträger ermutigte Priester Gerald Klar dazu, das Gute, das Gott getan hat, bewusst wahrzunehmen. Gottes Wirken zeige sich nicht darin, dass alle Schwierigkeiten verschwinden, sondern darin, dass er Kraft, Führung und Orientierung gibt. Gelassenheit, Mut und Weisheit seien wichtig, um anzunehmen, was man nicht ändern kann, und das zu verändern, was möglich ist.

Bezirksvorsteher Mirko Kramer ergänzte, dass Gott im ganzen Jahr gewirkt habe, sowohl in schönen, stärkenden Momenten als auch in schwierigen Zeiten, die traurig oder erschreckend waren. Gerade diese Erfahrungen haben jedoch zum geistlichen Wachstum beigetragen. Eine erzählte Geschichte von einem Bauern, der beim Gebet scheinbar ungeliebte Zutaten nennt, verdeutlichte die Botschaft:   Einzelne Dinge mögen schwer erscheinen, doch Gott fügt alles zu etwas Gutem zusammen.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls würdigte der Apostel das langjährige, freudvolle, engagierte und segensreiche Wirken von Priester Klar. Er wurde 1981 als Unterdiakon, 1986 als Diakon und im Juni 1991 als Priester ordiniert. Von November 1987 bis September 2010 war er zudem als Chorleiter in der Gemeinde Falkenberg/Elster tätig. Diese Aufgabe hat er seit März 2025 wieder übernommen. Der Apostel dankte ihm sowie seiner Frau und Familie herzlich und versetzte ihn anschließend in den Ruhestand. Priester Klar wird der Gemeinde jedoch weiterhin in der Seelsorge, als Organist sowie als Chorleiter für die Gemeinde Falkenberg/Elster erhalten bleiben.